Google hat ein Update angekündigt, das für viele Unternehmen relevant sein kann, die Google Analytics 4 und Google Ads gemeinsam nutzen. Die Änderung klingt auf den ersten Blick technisch, betrifft aber einen zentralen Punkt: Google passt an, welche Einstellungen künftig die Nutzung von Daten zwischen GA4 und Google Ads steuern.
Bisher konnten dabei sowohl Einstellungen in Google Analytics als auch Einstellungen in Google Ads eine Rolle spielen. Künftig will Google diese Steuerung klarer trennen: Was in Google Ads verwendet wird, soll stärker über Google Ads bzw. den Consent Mode kontrolliert werden. Was für Analytics-Auswertungen verwendet wird, bleibt stärker in Google Analytics kontrolliert.
Was ändert sich konkret?
Wenn eine GA4-Property mit einem Google-Ads-Konto verknüpft ist, können bestimmte Daten aus GA4 in Google Ads genutzt werden. Zum Beispiel für:
- Conversion-Messung
- Zielgruppen / Remarketing
- Kampagnenoptimierung
- Werbeauswertungen
Bisher hatten dabei auch Einstellungen in GA4 Einfluss darauf, wie diese Daten in Google Ads verwendet werden. Allen voran: Google Signals.
Google Signals ist eine Funktion in GA4, mit der Google unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Informationen von eingeloggten Google-Nutzern für Auswertungen verwenden kann. Einige Unternehmen haben Google Signals bewusst deaktiviert, weil sie ihre Datennutzung eher vorsichtig halten wollten.
Ab 15. Juni 2026 ändert Google diese Logik. Dann soll für Google-Ads-Cookies und IDs aus dem GA4-Kontext nicht mehr Google Signals in GA4 entscheidend sein, sondern der Consent Mode für Google Ads – insbesondere die Zustimmung für Werbespeicherung, technisch ad_storage.
Einfach gesagt:
Heute: Bestimmte GA4-Einstellungen haben noch Einfluss darauf, welche Google-Ads-Cookies und IDs aus dem GA4-Kontext für Google Ads verwendet werden können – zum Beispiel Google Signals.
Ab 15. Juni 2026: Für diese Google-Ads-Cookies und IDs soll primär der Consent Mode entscheidend sein.
Ausblick: Später im Jahr 2026 will Google auch die Steuerung für personalisierte Werbung vereinfachen. Dann soll der Consent-Mode-Parameter ad_personalization entscheiden, ob Daten aus der GA4-Verknüpfung in Google Ads für personalisierte Werbung genutzt werden dürfen.
Müssen wir sofort reagieren?
Nein. Es ist kein Grund zur Panik. Aber es ist ein guter Anlass, das eigene Setup zu prüfen. Besonders relevant ist das Update für Unternehmen, die:
- Google Signals in GA4 bewusst deaktiviert haben
- GA4 und Google Ads miteinander verknüpft haben
- Google Ads Conversion Tracking nutzen
- Remarketing oder Zielgruppen aus GA4 in Google Ads verwenden
- Consent Mode über den Google Tag Manager oder ein Consent-Management-Tool eingebunden haben
Wer Google Signals bereits aktiv nutzt, muss wegen des ersten Teils der Änderung voraussichtlich nicht grundsätzlich umstellen. Trotzdem sollte geprüft werden, ob Consent Mode, Google-Ads-Verknüpfung und Datenschutzeinstellungen sauber zusammenspielen. Besonders relevant ist das Update für Unternehmen, die Google Signals bisher bewusst deaktiviert haben.
Sie sind unsicher, ob bei Ihnen Handlungszwang besteht?
Dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir prüfen, ob GA4, Google Ads, Google Signals und Consent Mode bei Ihnen relevant sind – und ob vor dem Google-Update Handlungsbedarf besteht.
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